Chance beim Schopfe gepackt

Syrischer Asylbewerber Yaser Abras erhält Ausbildungsvertrag

KOBLENZ. Er hat sich richtig ins Zeug gelegt, hat die deutsche Sprache erlernt, ein Praktikum absolviert und eine Einstiegsqualifizierung  geschafft. Jetzt hat Yaser Abras die Ernte für all seine Mühen eingefahren: Die Energienetze Mittelrhein (enm) beschäftigt den 31-jährigen Syrer seit wenigen Tagen als Auszubildenden. Konkret lässt sich Yaser Abras bei der Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein zum Elektroniker in der Fachrichtung Betriebstechnik ausbilden.

Nach seiner Flucht aus Syrien, das seit 2011 unter einem grausamen Bürgerkrieg leidet, landete der heute 31-Jährige im Großraum Koblenz. Fernab seiner Heimat und getrennt von Mutter und Geschwistern musste sich Yaser Abras erst einmal zurechtfinden in der für ihn völlig fremden Kultur. Die deutsche Sprache zu erlernen, war der entscheidende Schlüssel zur Integration. Und dank der Koblenzer Caritas fand der Asylbewerber schnell Kontakt zur evm-Gruppe, die ihm die Chance einer beruflichen Orientierung gab.

Neben Yaser Abras erhielten zunächst zwei weitere Geflüchtete die Gelegenheit, ein zwölfwöchiges Praktikum zu absolvieren, das je nach Erfolg den Weg in Richtung Ausbildung ebnen sollte. Der Syrer packte die Chance beim Schopfe und strengte sich richtig an. Der Erfolg blieb nicht lange aus: „Er hat seine Sache bei uns so gut gemacht, dass er dann an einer einjährigen Einstiegsqualifizierungsmaßnahme teilnehmen konnte“, berichtet Pressesprecher Marcelo Peerenboom.

Im Lauf des Jahres entwickelte sich eine berufliche Beziehung zu den Kollegen aus der Elektrowerkstatt, die für Yaser Abras noch viel mehr ist: „Meine sieben Geschwister und meine Mutter leben ja weiterhin in Syrien,  ich rufe sie fast jeden Tag an. Aber ich bin nicht in ihrer Nähe. Inzwischen sind die Kollegen hier bei der evm-Gruppe so etwas wie eine Familie für mich geworden.“

Das hört enm-Geschäftsführer Dr. Andreas Hoffknecht natürlich gerne. Als er Yaser Abras kürzlich den unterschriebenen Ausbildungsvertrag überreichen konnte, zollte er Respekt vor der Leistung des syrischen Mitarbeiters: „Sie haben sich den Ausbildungsvertrag redlich verdient durch eine überzeugende Leistung. Damit sind Sie für andere in Ihrer Situation auch ein Vorbild. Wir brauchen gute Fachkräfte. Daher habe ich bei erfolgreichem Abschluss Ihrer Ausbildung auch wenig Bedenken, was Ihre berufliche Zukunft bei uns angeht.“

Ausbildungsvertrag Abras

Dr. Andreas Hoffknecht überreicht Yaser Abras den Ausbildungsvertrag. Foto: evm

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